ICH SAMMLE MEINE SCHLUSSSTRICHE HIER UND DORT

Du kannst dir deine Abschiede manchmal auch selbst basteln.
Indem du die Schlusstriche hier und dort einsammelst.
Durch Abschätzen.
Deine Möglichkeiten kannst du abwägen und das abtrennen,
was dir schon lange nicht mehr gut tut.
Es tut immer immer ein bisschen weh, ein klein wenig Schmerz gehört dazu und Fehler sowieso.
Aber das kleine bisschen Schmerz, das ziepeln, die kleine Träne.
Die machen wieder etwas ganz, die haben ihren Zweck.

Die Fehler und die Einbahnstrassen sind fast wichtiger als der richtige Weg.
Mindestens drei oder fünfmal muss man sich verlaufen, bis man ankommt. Am Anfang.
Und es kann nur so lange dauern wie du brauchst und du dir Zeit gibts.
Wäge dein eigenens Tempo ab und bitte, bitte bekomm Seitenstechen
von der Rennerei!
Und bitte, bitte bekomme ein bisschen Keuchhusten von der Anstrenung!

Dann hab Verständnis.
Für dich ein wenig, für die Schlusstriche und woher du sie bekommen hast.
Freu dich, dass die Antworten auf so viele Fragen immer dann beantwortet werden wenn du es zulässt.
Oft auch dann, wenn du damit beschäftigt bist dir völlig andere Fragen zu stellen.
Manchmal, da tauchen sie auf wenn du denkst,
du hättest dir alle Antworten schon auf deinem Laufzettel abgestrichen.
Manches relativiert sich und manches ist dann relativ egal.

Reiß die Fenster auf, setzt dich auf dein Fensterbrett. Füll deinen Lungen mit Luft.

Und dann sei bitte, bitte still und hör einfach nur zu.
Denn so hört sich der Anfang an.

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