EINFACH SO. ODER. NICHT DER ALTE MANN, ABER MIT DEM MEER SEIN.

Es gibt Menschen, die schreiben. Einfach so. Die setzen sich hin und nehmen einen Stift in die Hand und schreiben drauf los. Einfach so. Oder sie setzen sich hin und klappen ihren Laptop auf, öffnen ein Word Dokument und fangen an zu tippen.
Und dann haben sie das Talent, ihre Gedanken so auf Papier zu bringen das man ihn sie hinabtauchen kann, und das es nach ein paar geübten Runden nicht mehr im Ohr knackt, weil der Druck zu groß wird.

Nein, im Gegenteil! Der Druck nimmt ab und man gleitet durch das Buchstabenmeer und wird getragen. Getragen von den Geschichten in die man eintauchen darf, neben den Figuren, neben den man steht und mit denen man durch ihr Geschichten geht.
Es gibt auch Menschen, die lesen. Einfach so. Ein Buch an einem Tag. Die können das, die haben das Talent sich so abzuschotten, ihre Scheuklappen gegen die Welt aufzumachen und merken nichts mehr ausser das, was die Bücher mit ihnen machen. Und wenn sie fertig sind, dann haben sie meist ein Grinsen im Gesicht. Die fassen dann ihre Bücher mit behutsamem Gespür an, fühlen jede Kante, jedes abgeliebte und durchgelesene Blatt und legen es in ihr Regal zurück. Der Buchrücken ist bei diesen Menschen oft von vielen kleinen Lesefalten übersät.
Und ich kenne Menschen die mögen das überhaupt nicht. Die lesen Bücher indem sie sie minimalst aufgeklappen. Aber wo bleibt da das Lesevergnügen, nur damit ein Buch wie neu im Regal aussieht. Ihr lebt doch nicht in einem Buchgeschäft, ihr verkauft die doch nicht weiter. Ihr habt die für euch gekauft, also macht was mit ihnen. Benutzt die Buchstaben, die Geschichten, die Denkanstöße für euch!

Einfach so. Einfach so, setzt man sich hin und dann hat man Gedanken. Die alles und nichts betreffen, die sich im Kreis drehen oder wie ein Wirbelwind dir nach 5 Sekunden schon wieder entfallen. Weil dir zu viele Gedanken im Kopf umherschwirren. Weil sich das momentane Leben viel zu schnell dreht und 2 Wochen Entschleunigung das Einzige ist was du brauchst. Intensive Hängemattenzeit, intensive Nichtstunundverschwendezeit, nur für dich und die Liebsten um dich rum. Sonst nichts. Einfach so.

Weil wenn es nicht so wäre, dann wär dein Kopf geplatzt, der Körper in sich zusammengefaltet, in Stückchen, als Zombie von A nach B unterwegs um C zu erreichen bevor D im September anfängt. Und du hättest nichts von deinem Letzten Semester mitnehmen können, ausser den Stress den man hat wenn man mit etwas Großem fertig wird!

Damit ist der Weg das Ziel. Der Weg, der endlich eine Hürde überspringt und du dich darauf freust was hinter der Hürde ist. Eine neue Stadt und neue Menschen um näher bei den Menschen zu sein, die zu lange zu weit Weg waren. Neue Eindrücke, ein neues Abenteuer. Endlich. Neue Segel für ein neues Boot.

Ich bin nicht der alte Mann und das Meer. Aber ich bin mit dem Meer jetzt, meine Ebbe ist vorbei und jetzt kommt die Flut. Einfach so.

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