geräuschekulissengeräusche

der wasserhahn tropft und teilt die zeit ein. misst die zeit in seinem eigenen maß.
die dinge, sie vergehen hier zu ihrer eigenen zeit. meine tage sind eingeteilt in andere einheiten.
andere gewohnheiten treten an stellen derer die man hatte. es spielt sich anders ein, das kleine leben in der großen stadt.
es tickt lauter. nicht schneller aber man erlebt das zeitrieseln anders. ein tag ist ein tag ,ist ein tag und ein halber oder manchmal nur ein nachmittag.

das fenster steht gekippt.
wenn der wind zaust, weht er durch das gekippte fenster und streift an meinem arm entlang.
und dann merkt man, dass die zeit jetzt doch anders ist. der sommer ist am vorübergehen und der herbst ist da! alles wird ein wenig entschleunigt, verlangsamt sich, geht seinen gang. trägt schal und mütze, hat einen mantel an und muss morgens seinen weg durch den dicken nebel finden.

ich kann die ringbahn vor meinem fenster hören, gar nicht weit entfernt von mir zieht sie ihren ring um die stadt und teilt A von B ab. ich höre auch den geruch von metall auf metallschienen der sich abgenutzt hat und sich weiter abnutzt. ich liebe den geruch von ubahn und das geräusch auch. farbige linien die verbunden sind, die ich entlang fahren kann und an jeder station ist das leben anders. sieht die stadt ganz anders aus.

berlin ist ein guter platz um sich zu verlaufen.

das schhhh das mein stimme färbt, es bleibt und es geht. wenn ich nicht darüber nachdenke, dann hört man es nur noch ein klein wenig. wenn ich mit zuhause telefoniere, ist es wieder da. es schält sich an und aus.

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