wenn es regnet erfinde ich geschichten

ein tag an dem man am ende sagen kann – ich glaube an den werd ich noch ewig denken. so lange wie ich ewig in meiner welt sein kann, so ein tag der fängt so an.

wenn die sonne kurz ihre ersten strahlen zeigt wacht man auf. und dann kitzelt es in der nase. man dreht sich dann einfach noch mal um. zur wand und wird, weil es eben so ein denkwürdiger tag ist gleich wieder einschlafen, weil man nicht nur eine decke hat, sondern auch noch 2 arme um einen rum. es pustet jemand die haare aus dem gesicht, man hört jemand murmeln. der körper befindet sich zwischen traum und tag. dazwischen sind wir beide. beide schlafen und ich erinnere mich das mir jemand mal erzählt hat, dass wenn man nebeneinander schläft sich träume vermischen. das muss gar nichts heißen. aber ich glaube ein wenig verbindet man sich miteinander. weil man den platz den die träume brauchen miteinander teilt und bestimmt schwappt das eine in den anderen über und umgekehrt.

wenn man dann schließlich wach wird dann ist der tag schon ein wenig vorgelaufen aber man braucht eh die zeit nicht. nur sich und jemand besonderen. oder eben den der neben einem aufwacht. es gibt frühstück im bett und die krümel sind egal. der lieblingspulli liegt über dem sessel und er reicht noch nach der sonne von gestern und nach draussen. alles was man sieht, sieht aus wie ein polaroid.

im hintergrund läuft musik und man beschließt die schuhe anzuziehen um sie später am tag wieder auszuziehen, man läuft barfuß nach hause. der boden ist endlich wieder warm genug. man kann wieder mit den zehen wackeln. und die füße beim gehen beobachten. oder man wird huckepack getragen. überall hin.
überall, ist in die stadt und über den markt. lustige sachen probieren und frische blumen kaufen und tüten in den händen haben bei denen alles an der seite rauskuckt. wie gemalt. und man geht weiter, zwischendurch macht man lustige schattenbilder und der auf dem rücken des anderen der macht hasenohren. es geht an den see oder an den fluß. hauptsache ans wasser. und dann gibt es picknick.

im melonenkern-weit spucken verliere ich, weil mein mund sich nicht so zusammenfalten kann, damit man optimal den kern rausschleudern kann. ich kann auch die zunge nicht rollen. ich kann nur reden, singen und lachen damit. ist aber auch nicht schlimm. ich muss nicht gewinnen. darum geht es gar nicht.

der tag wandert weiter und wir auch. der picknick korb ist ja eigentlich ein rucksack und verschwindet wieder auf dem rücken. der fotoapparat bleibt in der hand oder hängt um den hals. man hält zwischendrin momente fest. am ende hat man die dann immer bei sich. schließlich muss man für die ewigkeit, die ein wenig länger dauert als ich ja eine erinnerung haben.

erinnert man sich später an den tag, hat man sophia coppola farben und einstellungen im kopf. polaroid-feeling. so erinnerungen hat man doch immer mit polaroid-feelings abegespeichert. zumindest ist das bei mir so.

kurz bevor die sonne untergeht, ist man dann zuhause. im idealfall sitzt man auf dem balkon und kann sich zurücklehnen. es riecht nach sonne und nach welt. oder nach vielen menschen, die während wir den tag mit uns verbringen, in ihren dauerschleifen leben.
ich hab mir meine dauerschleife zurecht gebastelt. so das der loop mich nicht jeden tag einholt, sondern phasenweise. damit ich nach einer gewissen zeit die chance hab abzugleichen. wenn ich das denn will.

es ist jetzt abend und die arme die man am morgen um einen rum hatte, sie sind nicht weg. sie sind immernoch da. man stellt sich lustige fragen und findet oder erfindet antworten. einer liest aus einem buch vor, was wohl für meinen ewigkeitstag wichtig ist. vorlesen oder vorgelesen bekommen.
man nimmt die arme in seine eigenen und dann sitzt man einfach da. ohne das großartige dinge passieren.

und alle zeit ist egal und ob der tag 24 oder weniger oder länger gedauert hat. zeit spielt für den ewigkeitstag gar keine rolle. das kann man selber entscheiden.

wenn man dann wieder einschläft und den ewigkeitstag somit beendet, dann sind da immernoch arme um einen rum. jemand bläßt die haare aus dem gesicht. ein andere murmelt was.

einer lächelt und der andere auch.

5 thoughts on “wenn es regnet erfinde ich geschichten

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