FREE YOURSELF FROM BULLSHIT!

Vielleicht war dieses Jahr nur für eines gut. Auf dem Weg ein paar mal ordentlich den Kopf stoßen, irgendwo dagegen laufen damit man seine richtige Richtung einschlagen kann. Für neue Lebensmottos, für neue Freunde die bleiben und vor allem sich von all dem Ballast befreien der sich angesammelt hat.

Free yourself from bullshit!

Keine Zeit mehr verschwenden für Leute die einem die Kraft aussaugen. Keine Zeit mehr in Gedanken investieren die aus dir einen Kreisel machen. Keine Energie mehr aufbringen für Dinge, die wollen das du nach ihnen läufst. Stop sagen. Nein.

Theater.

Ich kann manches schwer erzählen oder beschreiben, weil es manchmal zu nah am Herzen dran sitzt, da komm ich so schwer hin. Mit den Worten.
Ein Jahr lang hatte ich bis letzten September nichts mehr mit Theater zu tun und vielleicht war das die kleine aber nötige Distanz. Um es dadurch vielleicht aufschreiben zu können.

Ich bin als Verkleidungskind auf die Welt gekommen. Es war das erste was ich tat, wenn wir bei Freunden meiner Eltern zu Besuch waren. An die Verkleidungskiste stürmen und Polizistkapitänin oder Ritterkrokodil zu sein. Der Wäschekorb war das allerbeste Schlachtschiff der Welt und überhaupt!

  

Mein Herz schwappt über wenn ich im Theater bin. Dort bin ich zuhause. Dort bin ich bei mir selbst. Nicht aus dem Traum irgendwann Schauspielerin zu sein. Nein. Sondern durch das schauspielen die Möglichkeit zu bekommen in mich selbst hineinzublicken.
Mit allen Facetten die man besitzt, oder nicht einmal wusste das diese Facetten im Ansatz in mir vorhanden sind. In Abgründe tauchen, sie aushalten, sich über seine Schmerzgrenzen schieben oder geschoben werden. Weg vom Disneytheater, und hin zur Ästhetik. Was sich beides nie ausschließt, sondern bedingt und ergänzt.

 

Jetzt ist fast ein Jahr später. Alle Wochenenden gemacht, alle Dozenten gesehen, alle Räume durchlaufen, überquert, begriffen, bespielt und bebaut. Mit dem Körper in Hüllen geschlüpft, Gebilde gebaut und prügeln geübt. Bis zur richtigen Ohrfeige hat es fünfzehn Versuche gebraucht, aber dann geknallt.

Bis der Text an den Platz rückt, dauert es ein Jahr und ich kann ohne Text viel mehr erzählen als mit. Der Subtext ist unausweichlicher Begleiter.
In Kisten gestapelt, Lücken gefüllt, gestaunt als ob Weihnachten wäre. Da steht man im Bühnenbild und es ist nicht aus Pappkarton. Es ist zum anfassen, ich kann hindurchspielen und es spielt mit mir. Ich, wir, sind immer in Interaktion, in Kommunikation. So begreife ich mir selbst Welt.

“Meine Kommunikation ist das miteinander.”

Zwei Tage später beginnen die Haupt- und Endproben für unser Stück. Ein Stück im Stück im Stück. Wir liegen zu Musik in Kisten und auf dem Boden, haben die Augen geschlossen und atmen. Unser Selbst soll die Bühne einnehmen. Unserer Rolle, unser Begleiter für das Stück soll nach und nach folgen. In der halben Stunde, bevor wir vor Publikum spielen, erinnern wir uns an diese Übung. Neun Mal hintereinander.

Die Proben sind Kraftakte, Experimente in Sprache, in Gesang aber vor allem in Emotionen. Allen steht das Herz kurz vor dem platzen und jeder merkt das Lampenfieber das sich einstellt. Die Nächte sind kurz aber der Schlaf intensiv. Die Stunden am Morgen wenn der Rest der Truppe noch schläft oder noch bei sich zu Hause ist, sind mit die inspirierensten.
Der Nachmittag findet auf Picknickdecken statt. Dort wird der Rest ausgetauscht, der bis das Theater zuende gespielt ist ein bisschen auf Platz 2 rückt.

Dann ist Premiere und ich bekomme nichts mit vor lauter Technik und meinen Wegen die ich und meine Figur auf der Bühne zurücklegen. Ich singe zum ersten Mal in meinem Leben so, als ob ich alleine im Auto bin und niemand zuhört, weil ich frei bin. Ich falle, weil meine Rolle es muss. Ich tanze und kann innehalten. Das erste mal seit 20 Minuten im Stück, in der ich kurz aus mir herausspickeln kann. Da ist viel Freude auf der Bühne, das kann ich spüren. Bei allen. Selbst hinter dem Publikum wo unsere Regiesseure sitzen. Alle halten die Daumen für uns!

Es gibt diese Premiere in 1400 Bildern zerstückelt und nicht eines gibt dieses Theaterstück wieder. Das kann ich nur wissen, weil ich in diesem Raum war. Das ist die Qualität von Theater. Es ist lebendig.

Als wir das Stück zum letzten Mal spielen, fühle ich mich an einen besonderen Probentag erinnert. An diesem saßen wir in einem Raum mit Treppen und Emporen und spielten “Gefängnis”. Wir saßen einfach erstmal da und atmeten mit geschlossenen Augen. Und ich war mir meiner wirklichen Rolle noch überhaupt nicht sicher, bis sie plötzlich da war. Sie war in mich hineingeschlüpft und hat mich von hinten überrollt. Ich war noch nie so in einer Rolle verhakt und fiel und fiel und fiel…

So war es an der Derniere auch… ich fiel und fiel und fiel hinein. Wie Alice ins Wunderland und ich in dieses Stück. Für immer. Und die Bandits, die bleiben. Auf Fotos und als Freunde. Als Whatsapp-Wecker und Roadtrips. Als Huddeldurchlauf um Mitternacht im Schlafanzug. Als ich Trompete spielte und in der Badewanne einschlief. In der Turnhallte mit Hüpfburg.

  

JUNI KW 23

Monday: A message in a bottle from my sisterfromanothermister and first day of dance rehearsals. Another story brought me out of a loop into a new one. Modern Dance might be my new favourite.
Tuesday: Lots of sore muscles and another day filled with learning how to fly and climb on backs of other people. We danced in boxes and filled the inbetweens. I wasn’t so sure of myself anymore and it showed.

Wednesday: A basket full of apples and redridinghood thoughts. I taught some more english and learned a lesson in self confidence. We sang and I saw happiness in people.

Thursday: I learned how to fit without hurting. I learned how to make my heart light and letting go. I practiced silly faces.
Friday: No school and penguinbreakfasts. Picknicks on blankets and one amazon. The end of a great week and the not letting go.

Saturday: SLEEP

Sunday: Brunches and Traditions

MARRAKECH

Marrakech. Land der Muster, in die hab ich mich sofort reinverliebt. Die sind nicht aussen dran, die sind innen drin. Kleine Überraschungen hinter Ecken von langen verwinkelten Gassen und Strassen.

Es ist mein dritter Kontinent, vielleicht war ich irgendwann auf allen, selbst am Südpol.

Und dann bist du da. Alles riecht anders, die Menschen sprechen eine andere Sprache. Es ist Abendteuer.

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MAI KW 21

 

First week of my holidays went by in a hurry. Long sleeps and old photographs from my family. Preparations for the trip to Marrakech and realizing I forgot things. Then realizing I don’t need things. Minimalism is key.

Marrakech deserves a separate entry with all the lovely details that happened to the two of us. It was beautiful and the perfect spot to forget things and really relax and come back and still feel that way.

I spent a sunday in bed, from the beginning to the very end. I had long talks on the telephone. I watched the clouds go by. I am ready for June.

MAI KW 20

Broken cars and berry treats. Conversations with two-year olds and bubbles that were bigger than my head.
When friday came the holidays started. Two weeks of hanging loose and a trip to Marrakech.

The holidays started with theater. Getting into the mood of a person who is in a mental facility is quite a challenge.
But it’s a good one. There were lots of conversations, singing, coffee breaks,  water ballons and water guns.
Our theater group feels like a wild bunch of siblings and while we watched Monty Pythons And now for something completely different… I sat between my big brother one and two.

Sunday came and after we said goodbye nobody left and we stayed outside talking.
That feeling, were you want to rewind and see it all from the very start. A pause button for your favourite moments. That’s what I want to have. In two months this adventure will end with a bang. I have to think for a cliffhanger.

 

MAI KW 19

Shortest school week of the year. 4 Days of intense theater work. Finding roles, dealing with groups, tantrums and tempers. Dealing with my inner self that fell into the abyss of her own created character. Got held by my sister till I was okay.

Got a job for fall. A Theaterworkshop that I will give.
I learned so much the past 4 days that my head is still spinning from all the thoughts and talks. Mostly good talks with kind words and memories. Went out on a party, felt old and occupied the kitchen – invented games and spend the night in star wars linens.

There is a lightness.

There are more curls. There are strawberries everywhere. There is new strength coming and there was a lot of yoga the last three months.

coffeebreak scribblings: poems by otherones

Ein paar müssige Zeilen

Nie haben wir weniger Schaden angerichtet als damals,
da wir uns an langen Nachmittagen langsam betranken,
und waren nie harmloser, es sei denn im Schlaf,
als an den Tagen, die wir mit wirren Palavern hinbrachten;
schon am Abend vergaßen wir alles, was wir gesagt hatten.
Ja, das war sagenhaft, wie wir tagelang dasaßen,
üppig und vor lauter Selbstlosigkeit faul, und sahen zu,
wie das, was uns gegeben war, verschwenderisch sanft verschwand.                                                                                                                                                                                                             (Hans Magnus Enzensberger)

APRIL/MAI KW 18

Weeks, were the middle part is a day off and you can have long breakfasts, strawberrmintsips,  and plan trips around the world are the best kind.
So Mademoiselle E. & I are flying to Marrakech in two weeks. Africa. Another continent. Marrakech. This is the most spontaneously planned trip that we ever did. But the conditions are perfect and the adventure is tempting.
School was a drag. It just don’t feel right at the moment. But here and there are some lessons that go like you planned and the most important thing. My kids are alright. They really are.

Weekends. That really are only there for doing just what you love. priceless.

Next week is two days school and 4 days theater. I wish all my weeks would look like this and in the future they will look like this. I know.

Also, raspberry treats <3